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GFK-Seeventile von Trudesign (Kalamata, April 2017)

Kunststoffseeventile

Da ich mich für die Anwendung des Coppercoats anstelle herkömmlichen Antifoulings entschied, wollte ich auch entsprechend haltbare Seeventile, um nicht bald schon erneut Kranen zu müssen. Je mehr ich mich allerdings wieder mit der Thematik unterschiedlicher Legierungen, einsetzbarer Werkstoffe und Bezeichnungen für Ventile im marinen Einsatz auseinandersetzte, desto mehr verlor ich die Lust und stieß im Zuge meiner Recherchen auf GFK-Kunststoffseeventile aus Neuseeland.

Die Seeventile von Trudesign verfügen über alle erdenklichen Zertifikate für weltweiten offshore-Einsatz und können auf Grund der Materialzusammensetzung praktisch nicht verschleißen oder korrodieren, wobei die Kosten dafür nur unwesentlich über  jenen von vergleichbar hochwertigen Edelstahlseeventilen liegt.

Die neuen Seeventile sind auf Grund der Beschaffenheit und Konzipierung im Durchmesser etwas grösser als die alten, passten jedoch perfekt als Ersatz an die Stellen der früheren Seeventile. Bei dieser Gelegenheit wurden natürlich auch die Ablaufschläuche erneuert.

Bestellt hatte ich im vergangenen Winter zu sehr günstigen Konditionen bei Reinhard Brouer Boots & Yachtzubehör
Tel. +49 4161 995707 in Buxtehude Nähe Hamburg.
In den Frühjahrskatalogen einiger Yachtausrüster werden nun auch die Produkte von Trudesign teuer angeboten.

Die alten Seeventile wurden schonend von außen ausgefräst, da eine Demontage von innen wegen Alterung und Kontaktkorrosion nicht mehr möglich gewesen wäre. Die Rumpfdurchbrüche waren in erstklassigem Zustand und mussten lediglich für den Einbau der neuen Rumpfdurchlässe, ebenfalls aus GFK, vorbereitet werden.

Nach Aushärten der Dichtmasse wurden die überstehenden Reste mittels einer Klinge abgetrennt, die Flansche leicht angeschliffen und danach mit drei Schichten Epoxy-Primer überstrichen.

Unmittelbar nach dem Aushärten der Dichtungsmasse und des Epoxy Primers wurde mit dem Auftragen des Coppercoat begonnen und somit eine homogene Beschaffenheit des gesamten Unterwassersschiffes erzielt.

Tipp: Unter die Schlauchbinder etwas Fett geben, damit sie sich richtig zusammenziehen und nicht ins Material schneiden, und man glaubt, die wären schon fest, weil sie dann blockieren!